GRIPPESCHUTZIMPFUNG BEI KINDERN

Impfung gegen Influenza , bzw. die "echte" saisonale Grippe

- ein Projekt des Info-Netzwerk Medizin 2000 -


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Bildnachweis: Fotolia,   aktualisiert: 06.09.26, Uhrzeit: 07.56

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Wenn kleine Kinder gegen die saisonale Virus-Grippe (Influenza) geimpft werden sinkt auch bei älteren Erwachsenen das Risiko für schwere Krankheitsverläufe

Wenn kleine Kinder gegen die saisonale Virus-Grippe (Influenza) geimpft werden sinkt auch bei älteren Erwachsenen das Risiko für schwere Krankheitsverläufen. Oma und Opa werden geschützt,  da Kinder das hochinfektiöse Virus oft von Kita und Schule in die Familien tragen.

 Für eine regelmäßige Influenza-Impfung von Kindern fehlt in Deutschland bislang noch eine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).  Entsprechend wenige Kinder werden daher zu Beginn der Grippe-Saison geimpft.

Dabei wäre, wie Erfahrungen aus England und den USA zeigen,  der Vorteil für die Volksgesundheit groß. Zumal diese Infektion gerade auch bei Kindern gefährlich verlaufen kann und die Impfrate in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland viel zu niedrig ist.
In jedem Jahr kostet die saisonale Influenza-Welle Tausende von Menschenleben, vor allem bei älteren Menschen.

Das ist schon lange bekannt.  Aus diesem Grund gibt es allgemeine Impfempfehlungen z.B. für alle über 60-Jährigen, für Menschen mit chronischen Erkrankungen und besondere Gruppen mit hohem Ansteckungs- und/oder Übertragungspotenzial -  beispielsweise Krankenhaus-Personal.

Obwohl ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, immer wieder auf die Risiken der Erkrankung hingewiesen und intensiv für die Impfung geworben wird, nehmen viel zu wenige Menschen dieses für sie kostenlose und nebenwirkungsarme Angebot in Anspruch.
Schätzungsweise nimmt nur ein Drittel der über Sechzigjährigen dieses Impfangebot in Anspruch.

Die Datenlage dazu sei in Deutschland jedoch ausgesprochen schlecht, bemängelt Dr. Markus Frühwein, Allgemeinmediziner und erfahrener Impfexperte aus München.

Er betont, wie wichtig es ist, dass sich sowohl Ärzte als auch Patientinnen und Patienten für die Impfung interessieren und sie in Anspruch nehmen, um in der Bevölkerung einen breiteren Schutz aufzubauen, Grippe-bedingte Krankenhaus-Aufenthalte zu reduzieren und das entsprechende Sterberisiko zu minimieren.
Das Influenza-Risiko kleiner Kinder wird besonders wenig beachtet -  so Frühwein. Auch in dieser Altersgruppe erhöht sich während einer Grippewelle nicht nur die Zahl der Krankenhausaufnahmen, sondern leider auch die Zahl der Todesfälle.

Eine jährliche Grippe-Impfung ist schon ab dem ersten Lebensjahr möglich und kann, unabhängig von dem für Kinder empfohlenen Impfplan erfolgen. Auch die gleichzeitige Gabe mit den anderen empfohlenen Impfungen ist problemlos möglich.

Ein  jetzt zugelassener nasaler Impfstoff erleichtert auch den Spritzen-Angsthasen ab zwei Jahren die Akzeptanz einer Impfung gegen Virus-Grippe.

Eine allgemeine Kinder-Impfung hätte weitreichende Konsequenzen für die Vermeidung gesundheitlicher Komplikationen, erklärt Frühwein.  Wie man schon lange weiß , sind Kita und Schulen wahre Infektions-Hotspots.

Hier stecken sich nicht nur die Kinder gegenseitig an, sondern sie tragen die Krankheitserreger in die Familien und infizieren dort auch die Großeltern, also die größte Risikogruppe.

Influenza-Impfprogramme in den USA und Großbritannien haben gezeigt, dass nicht nur die Kinder selbst von der Impfung profitieren, sondern besonders auch ältere Erwachsene.
Dr. Ulrike Röper
Dr. Jochen Kubitschek

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Quelle: werbender Medizinjournalisten-Stammtisch, München 2026



 
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